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14/04/2010


Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2009 auf das Niveau von vor 40 Jahren gesunken und auch die Treibhausgasemissionen in Deutschland gingen 2009 so stark zurück wie nie zuvor. Vorläufige Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen haben eine Verringerung des Energieverbrauchs gegenüber 2008 um 6 Prozent auf 455,2 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) ermittelt. Damit hat Deutschland das niedrigste Niveau seit den 70er Jahren erreicht. Die Treibhausgasemissionen sanken laut Statistiken des Umweltbundesamtes (UBA) im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 80 Millionen Tonnen.

Bis auf die staatlich geförderten erneuerbaren Energien, bei denen sich der Anteil am Gesamtenergiebedarf um drei Prozent auf 8,9 Prozent im Vergleich zu 2008 erhöhte, ging die Nachfrage nach allen anderen Energieträgern zurück. Dementsprechend sank der Mineralölverbrauch um fünf Prozent auf 158 Millionen Tonnen SKE und damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Verantwortlich dafür ist unter anderem die Beimischung von Biokomponenten zu klassischen Kraftstoffen. Mit einem 34,7 Prozent-Anteil am Gesamtenergiebedarf in Deutschland ist Mineralöl auch weiterhin der wichtigste Energieträger.

Laut Statistiken des UBA sind allein die Kohlendioxidemissionen um 8,2 Prozent oder 68 Millionen Tonnen gegenüber 2008 geschrumpft. Abgesehen von dem konjunkturellen Einfluss auf den Rückgang sieht UBA Präsident Jochen Flasbarth darin ein Zeichen dafür, Effizienzsteigerungsmaßnahmen wie die Nutzung erneuerbarer Energieträger oder die Sanierung von Gebäuden weiter voran zu treiben, um so einen Wiederanstieg der Emissionen zu vermeiden.