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11/02/2009

Während des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine Ende 2008 wurden in Deutschland die Gas-Reserven thematisiert, die hierzulande eine Versorgungssicherheit für einige Wochen garantieren sollen.

Solche Reserven gibt es auch beim Heizöl. Anders als beim Gas sind Mineralöl-Reserven in Deutschland sogar gesetzlich geregelt. Das Erdölbevorratungsgesetz besagt, dass der Erdölbevorratungsverband (EBV) mit Sitz in Hamburg dazu verpflichtet ist, Heizöle, Motorenbenzine, Diesel und andere Öl-Erzeugnisse in ausreichender Menge vorzuhalten. Diese Menge entspricht dem durchschnittlichen Gesamtverbrauch in der BRD in 90 Tagen.

Zurzeit bevorratet der EBV rund 25 Mio. Tonnen Rohöl und Erdöl-Fertigprodukte. Ein Großteil dieser Vorräte befindet sich in sogenannten Kavernen, künstlich geschaffenen Hohlräumen in Salzstöcken. Die Kavernen liegen unterirdisch und erstrecken sich in der Regel über einige hunderttausend Kubikmeter.

Die Öl-Reserven dürfen nur im Notfall angebrochen werden, wenn das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit dies verordnet. Ein solcher Notfall wäre eine „Störung der Energieversorgung", also z. B. Lieferengpässe auf dem Weltmarkt oder ein eventueller „Ölstreit". Aber aufgrund der umfangreichen Reserven bräuchten deutsche Ölheizungsbesitzer auch in solchen Situationen keine Angst haben, dass ihnen das Heizöl ausgeht.